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Sie können den Text selbst lesen oder sich den Standpunkt vom Landratskandidaten vorlesen lassen: Podcast von Robert Ahrnt zum Thema „Müllheizkraftwerk Darmstadt“.

Ab in die Restmülltonne. Und wohin geht das danach? Der Restmüll aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg, dem Odenwaldkreis und der Stadt Darmstadt wird zum Müllheizkraftwerk in Darmstadt gefahren und dort in einem der drei Öfen verbrannt. Die Wärme treibt Turbinen zur Stromerzeugung an und erwärmt das Wasser für die Fernheizung in den nördlichen Wohngebieten Darmstadts. Soweit so gut.

Allerdings sind die drei Verbrennungsöfen der Anlage mittlerweile in die Jahre gekommen und jetzt stehen Entscheidungen an. Soll die Anlage umgebaut werden? Demnächst dürfen die Klärschlämme aus den Kläranlagen der Städte und Gemeinden des Kreises nicht mehr auf den Feldern aufgebracht sondern müssen verbrannt werden. Dabei muss auch der Rohstoff Phosphor herausgelöst werden, denn die natürlichen Rohstoffvorkommen dieses Düngestoffes gehen weltweit zur Neige.

Und schon tun sich Fragen auf: Soll man bei dieser Neuinvestitionen für Klärschlamm auch die bestehenden Öfen erneuern? Moderne Öfen sind größer und haben einen höheren energetischen Wirkungsgrad. Also größer bauen?

Aber: Wie viel Abfall wird es in Zukunft noch geben? Ist es sinnvoll, in eine Industrieanlage mit viel LKW-Verkehr und hohen Schornsteinen zu investieren, die fast in der Innenstadt von Darmstadt liegt? Die Antwort zu diesen Fragen ist deshalb so wichtig, weil es hier beim Neubau um 3-stellige Millionenbeträge geht.

Ich habe dazu eine klare Meinung. Ja zu neuen Investitionen, aber nur mit deutlich verringerten Verbrennungskapazitäten. Denn Müllverbrennung bleibt grundsätzlich der falsche Weg. Der richtige führt in eine Kreislaufwirtschaft.

Als Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg wäre ich der Vorstandsvorsitzende des Zweckverbandes zum Betrieb des Kraftwerkes in Darmstadt. Ich würde alles daran setzen, eine passende Lösung für eine ökologisch Zukunft zu finden.

Kontakt
Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg, Büro des Ersten Kreisbeigeordneten
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