KreistourRobert Ahrnt aktuellMünster am 20.05.2021

22. Mai 2021

Wir treffen uns am späten Vormittag vor dem Hallenbad. Besser gesagt: Vor dem ehemaligen Hallenbad. Seit rund zwei Jahren gibt es dort nämlich kein Wasser mehr. Die Elektrik kaputt, das Becken undicht, die gesamte Technik erneuerungsbedürftig. Auf mehrere Millionen € wird die Sanierung des Gebäudes geschätzt. Und dieses Geld hat die Gemeinde aktuell nicht, selbst wenn es Zuschüsse vom Land geben würde. Hinter dem Betrieb eines Hallenbads stehen aber auch die jährlichen Unterhaltungskosten in Höhe von rund 500.000,- Euro. Müsste man daher nicht bei den Investitionen noch etwas drauflegen, das Hallenbad abreißen und an anderer Stelle neu errichten? Dann könnte man die laufenden Kosten deutlich senken. Oder ist die Zeit abgelaufen, in der sich eine kleine Gemeinde wie Münster ein eigenes Hallenbad leisten kann?

Wie entwickeln sich eigentlich die Einnahmen bei der Gemeinde? Diese Fragen diskutiere ich mit Claudia Weber, Julian Dörr, Wolfgang Hemmer und Gerhard Bonifer-Dörr, die mich freundlich empfangen haben. Das Hallenbad ist das sichtbarste Problem, welches in nächster Zeit in der Gemeindevertretung zu lösen ist.

Insgesamt sind die Mitglieder der ALMA (Alternative Liste für Münster und Altheim und Breitefeld) zufrieden mit dem Ausgang der Kommunalwahl vor 8 Wochen. Prozentuales Ergebnis gehalten, 6 Sitze in der Gemeindevertretung und eine Person im Gemeindevorstand. Neu im Parlament ist die FDP, welche gut abgeschnitten hat und in erster Linie Stimmen bei der SPD und bei der CDU gezogen hat. Leider ist damit auch die Zeit der Koalition mit der SPD vorbei und für ALMA / Die Grünen ist Opposition angesagt.

Mir wird berichtet, dass die Stimmung zwischen den Parteien in Münster in den letzten Jahren nicht immer die Beste war. Aber alle Anwesenden sind willens, auch aus der Opposition heraus konstruktive Politikvorschläge zu machen. Themen gibt es genug. Erst kürzlich ist ein großer Arbeitgeber mit 140 Beschäftigten aus dem Stadtteil Breitefeld verzogen. Überhaupt gebe es in Breitefeld erhebliche Probleme, eine geordnete Entwicklung zu steuern.

Neue Baugebiete kann Münster nicht mehr entwickeln, die jüngst entwickelten Wohngebiete sind bis auf die Baufelder für Sozialen Wohnungsbau auch schon bebaut. Bleibt die Frage, wie die Entwicklung des sogenannte “Frankenbach-Geländes” fortschreiten wird und welchen Einfluss die Gemeinde darauf noch nehmen kann.

Vom Kindergartengelände neben dem Hallenbad sind spielende Kinder zu hören. Der Magen erinnert daran, dass die Mittagszeit längst überschritten ist. Bis demnächst und Danke für Euren freundlichen Empfang!

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