KreistourRobert Ahrnt aktuellMühltal am 03.05.2021

8. Mai 2021

Mühltal, der nächste Stopp auf meiner Kreistour zur Landratswahl. Unser Treffpunkt liegt an der Modaupromenade in Nieder-Ramstadt, in der Nähe des Rathauses. Fünf Mühltaler sind gekommen und schon bei der Begrüßung fallen die ersten Fragen.

Was könnte man tun, um den Bau eines Radweges nach Waschenbach zu beschleunigen? Diesen soll Hessen Mobil im Auftrag des Kreises bauen, aber der Landesbetrieb hat zu viele andere Projekte, unter anderem den Ausbau des Darmstädter Kreuzes. Und schon sind wir mitten in der Diskussion um Radwege.

Die Radwegediskussion hat in Mühltal nun wirklich schon Geschichte geschrieben. Die Irrungen und Wirrungen des Radwegebaus an der Felsnase Richtung Eberstadt sind uns noch gut in Erinnerung. Etwas außer Atem stößt die Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner zu uns und freut sich über den schönen Ort am Wasser. Sie kommt verspätet aus einer Videokonferenz zur Änderung des Baugesetzbuches, und nach Ihrem kurzen Bericht geht es sehr angeregt um die Frage, wie man sich in einer Gemeinde wie Mühltal zu weiteren Wohngebieten verhalten soll.

Die Preise für Wohnen steigen in Mühltal rasant an. Der Bedarf an neuen Wohnungen ist zweifellos da. Aber kann man deshalb immer mehr Landschaft opfern und den Flächenverbrauch weiter anheizen? Wie sehen mit diesen schwierigen Umständen Lösungen aus, die dem Ort angepasst sind? Wir sprechen über naturrechtliche Ausgleichsabgaben und die mangelhaften rechtlichen Instrumente, Mietwohnungsbau in Bebauungsplänen festzusetzen. Wo soll die Preisspirale eigentlich enden? Daniela weiß aktuell aus Berlin über den Zorn der Menschen auf der Straße zu berichten, nachdem das Bundesverfassungsgericht den Berliner Mietendeckel gekippt hat.

Einigkeit besteht darin, dass kommunalpolitisch mehr Investitionen in Schulen, Schienenverkehr und Radverkehr erforderlich sind. In Mühltal wird der Kreis die Pfaffenbergschule in zwei Jahren zumindest energetisch sanieren, kann ich als Schuldezernent des Kreises berichten. Und für die Frankensteinschule in Nieder-Beerbach ist eine planerische Lösung gefunden worden, der Schule Räume für die Betreuung zu bauen. Das Dadi-Werk hat die Scheune des Nachbargrundstückes gekauft. Die Finanzierungsaussichten sind jedoch ungewiss.

Die Sonne scheint, das Wasser der Modau plätschert und als ich mich verabschiede, haben wir uns anderthalb Stunden intensiv ausgetauscht. Ach, wie schön wäre es, wenn wir uns demnächst zu einem Sommerfest treffen könnten, sind wir uns einig.

Danke Heidrun, Dirk, Magdalena, Wilfrid und Michael, es war nett mit Euch.
Das Sommerfest kommt bestimmt. Hoffentlich in diesem Sommer.

 

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