KreistourRobert Ahrnt aktuellGroß-Umstadt am 08.05.2021

10. Mai 2021

Groß-Umstadt – Klaus Dummel vom grünen Ortsverband hat zum „Politischen Spaziergang“ eingeladen.

Er ist Biowinzer und sein Wingert liegt in bester Groß-Umstädter Südlage. Deshalb muss ich vorher schwitzen, mit dem Fahrrad ist der Berg am Krankenhaus eine echte Herausforderung. Daniella Sagnelli-Reeh begrüßt im Namen des Ortsverbands nicht nur mich als Landratskandidaten, sondern auch die Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner und den Landesvorsitzenden der Grünen, Philip Krämer.

Philip stellt sich den Anwesenden nochmal gesondert als Kandidat für die Bundestagswahl im Herbst vor. Er ist Direktkandidat für Groß-Umstadt und hat auch einen aussichtsreichen Platz auf der grünen Landesliste für Berlin. Das Wetter ist prächtig, endlich etwas wärmer. Der Blick geht weit: Feste Otzberg, Neunkirchner Höhe und Odenwald, Roßberg und Moret sind zu sehen und im Hintergrund ist der Taunus erkennbar.

Wir sind nun doch eine größere Gruppe geworden, die im warmen Frühlingswind steht. Klaus erläutert die Abstandsregeln und gibt bekannt, dass die Veranstaltung ordnungsgemäß im Rathaus angemeldet worden ist. Danach berichtet er über die Umstellungsjahre und über die Prämierungen, welche die Winzergenossenschaft mittlerweile mit dem Bio-Wein erzielt. Versteht sich von selbst, dass alle Anwesenden ein Probiergläschen des edlen Rieslings kosten dürfen.

Ich kann in dieser Diskussion Informationen über die Öko-Modellregion Hessen Süd beitragen, deren Ziel es ist, den Anteil von regionalen Bioprodukten zu erhöhen. Es handelt sich dabei um ein Netzwerk, in dem Erzeuger und Verbrauchen mit Fachleuten zusammengebracht werden sollen, um Hindernisse in der Vermarktung und Veredelung von Bioprodukten aus der Region hin zum Verbraucher auszuräumen.

Das nächste Thema ist der Klimawandel mit seinen Folgen für den Weinbau und den ausgetrockneten Böden in Groß-Umstadt. Auch hier kann der Öko-Landbau zu einer besseren Speicherfähigkeit von Wasser führen aber auch CO2 selbst dauerhaft im Humus der Böden binden.

Unser nächster Halt mit Blick auf das Krankenhaus gilt dem Thema Gesundheitswesen. Ich erläutere die finanziellen Zusammenhänge zwischen Eigenbetrieb und Kreishaushalt und die Gründe, warum die Grünen sich bislang immer für Krankenhäuser in öffentlicher Hand ausgesprochen haben.

Die Fragerunde führt uns weiter zu den Groß-Umstädter Schulen. Für Groß-Umstadt sieht es gut aus, denn das Max-Planck-Gymnasium wird nach der bevorstehenden Sanierung des Altbaus rundum erneuert sein und für die Ernst-Reuther-Schule ist zumindest die Finanzierung des Neubaus gesichert und die Planung unterwegs.

Bleibt das Thema Verkehr. Hier kann ich stolz berichten, dass der Dadi-Liner noch in diesem Jahr auch in Groß-Umstadt in Betrieb gehen wird, um zusätzliche Angebote im öffentlichen Verkehr zu schaffen. Die elektrischen Kleinbusse werden über das Handy geordert und sollen vor allem auch Menschen ohne eigenes Auto ein zusätzliches Mobilitätsangebot machen.

Und schließlich berichtet Daniela Wagner noch aus dem Bundestag, in dem sie noch am Vortag gesessen hat. Es wurde eine Novelle des Baugesetzbuches verabschiedet, welche mehr Wohnungsbau ermöglichen soll (gut), dabei aber auch großzügig weitere Bebauungen im Außenbereich ermöglichen soll (weniger gut) und damit insgesamt dämpfend auf die Entwicklung der Mieten wirken soll (erwünscht).

Nach anderthalb Stunden trennen wir uns. Die Weinberge in Groß-Umstadt sind immer einen Besuch wert. Noch einen Blick in die Ferne und dann gehts mit dem Fahrrad bergab.

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