KreistourRobert Ahrnt aktuellBabenhausen am 27.04.2021

6. Mai 2021

Besuch auf dem ehemaligen Kasernengelände in Babenhausen. Es ist lange her, dass die amerikanischen Soldaten mit ihren Familien hier ausgezogen sind. Aber nach Jahren des Dornröschenschlafes geht es jetzt in großen Schritten nach vorne. Baumaschinen, Bodenablagerungen, getrennte abgebrochene Materialen und vorbereitende Arbeiten für den Bau der Kanäle und Straßen.

Mittendrin stehen die denkmalgeschützten historischen Gebäude, welche der Großherzog in Darmstadt für seine Regimenter gebaut hatte. Hier wird ein komplett neuer Stadtteil von Babenhausen entstehen mit allem was dazugehört. Eine große Kita, ein Grünzug und eine neue Grundschule, die der Landkreis bauen wird. Die Turnhalle für die neue Schule steht schon, denn die ehemalige amerikanische Sporthalle soll übernommen werden. Wir stehen im Frühjahrswind in einem Halbkreis. Ich lasse mir die Planung des Baugebiets erläutern. Der Bebauungsplan wurde in der letzten Stadtverordnetenversammlung verabschiedet. Die Gemeinde erhofft sich von dem neuen Wohngebiet auch Steuereinnahmen, die sie angesichts der angespannten finanziellen Situation auch dringend bräuchte. Das dauert aber noch, denn die ersten Bauwilligen können erst in 2 Jahren loslegen.

Ich erkundige mich nach den aktuellen Entwicklungen in der neuen Stadtverordnetenversammlung. Und wir sprechen über die Erweiterungsflächen im Kiesabbau, die in der Bevölkerung umstritten sind. Die Babenhäuser leben zwar schon lange mit den Kiesgruben, aber die Erweiterungspläne werden auch Umweltschäden nach sich ziehen. Und nicht nur die neuen Wohnhäuser, auch der Kiesabbau führt zu mehr Verkehr in Babenhausen, auch das gefällt vielen BügerInnen nicht.

Als gelernter Stadtplaner finde ich den Besuch in Babenhausen spannend und ich kündige meinen BegleiterInnen an, dass ich demnächst wieder komme, um Baustelle zu gucken. Dann – wird mir gesagt – soll ich aber auch mal bei den Przewalskipferden, einer seltenen Wildpferdeart, hintern dem neuen Baugebiet vorbeischauen. Auf den ehemaligen Übungsflächen ist ein Naturschutzgebiet entstanden, welches unter anderem diese seltene Wildpferdeart beheimatet.

Danke an Sabine Walz, Mannfred Nodes, Sebastian und Reinhard Franke.

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